Leerstände in der Fußgängerzone

In Minden soll ein Konsumtempel gebaut werden, obwohl es in der Stadt ein großes Angebot gibt

  • Birgit Gärtner
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der Bau des Einkaufszentrums »Wesertorgalerie« im nordrhein-westfälischen Minden ist umstritten. Die LINKE kritisiert, dass davon nur die Betreibergesellschaft ECE Projektmanagement profitieren würde.

Minden, die nordöstlichste Stadt Westfalens, hat viel zu bieten: etwa 1200 Jahre Stadtgeschichte, den ebenso alten Mindener Dom, die Schachtschleuse, mit der Weser und Mittellandkanal verbunden werden, die Fischerstadt, sozialen Wohnungsbau mit Blick aufs Wasser, den Handball-Bundesligisten Grün-Weiß Dankersen sowie eine Einkaufszone, in der es quasi nichts gibt, was es nicht gibt. Gibt es doch, sagen die Stadtverantwortlichen, und der vermeintliche Konsum-Missstand soll durch den Bau des Einkaufszentrums »Wesertorgalerie« behoben werden.

»Weserstadt Minden - seit 798 merk-würdig« lautet der Werbeslogan der Stadt. »Merkwürdig« finden indes einige Einwohner die Pläne des Bürgermeisters Michael Buhre (SPD), ein überdachtes Einkaufszentrum errichten zu lassen. Die Meinungen über mindestens 23 000 m² zusätzliche Verkaufsfläche gehen auseinander. Das sei die einzige Möglichkeit, die umfassende Grundversorgung der Bevölkerung vor Or...


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