Urs gefällt es: Die Schweiz diskutiert über das Grundeinkommen

Zweitausend Euro für jeden? Die Schweizer sollen darüber abstimmen - die Debatte nimmt bereits an Fahrt auf

  • Jan Dirk Herbermann
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Bern (epd/nd). Drei Männer, Mitte vierzig, hocken vor der Berner Heiliggeistkirche. Sie trinken Bier, rauchen, diskutieren. Es ist ein warmer Sommerabend in der Schweizer Hauptstadt. Urs, so nennt sich einer der Männer, sucht schon seit zwei Jahren einen Job. Er war Koch, wurde entlassen. »Mit jedem Tag ohne Arbeit werden meine Chancen kleiner«, sagt er und blinzelt in die Sonne. Was hält er von der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens? »Ja, davon habe ich gehört, das gefällt mir«, meint Urs und grinst.

Nicht nur der arbeitslose Urs findet den Plan des bedingungslosen Grundeinkommens gut. Das Konzept, das der Basler Unternehmer Daniel Häni in der Schweiz einführen will, wird immer beliebter. Eine Volksabstimmung ist so gut wie sicher - wenn auch erst in drei Jahren. Danach soll der Staat für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens sorgen,dass »der ganzen Bevölkerung ein menschenwürdiges Dasein und die Teilnahm...


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