Genmais hilft nur Monsanto

In Mexiko wächst der Widerstand gegen die gentechnische Veränderung der Kulturpflanze

  • Von Gerold Schmidt, Mexiko-Stadt
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Gentechnisch veränderter Mais kontaminiert nach Ansicht seiner Kritiker weit mehr als nur die einheimischen Sorten. In Mexiko, quasi dem Mutterland des Mais, wächst der Widerstand gegen seinen Anbau.

»Wir wollen unseren Mais hegen, wie wir es gewohnt sind. Wir sehen ihn nicht als Produkt, sondern als Geschenk der Erde, das uns über unsere Vorfahren in Fleisch und Blut übergegangen ist. Wir dürfen uns nicht selbst attackieren.« Guillermo Palma, von der Ethnie der Rarámuri aus dem nördlichen Bundesstaat Chihuahua, steht mit seiner Meinung beileibe nicht allein. Das zeigte sich unlängst bei der nationalen Voranhörung des Ständigen Völkertribunals über die genetische Verunreinigung des mexikanischen Mais. Die Veranstaltung in Oaxaca-Stadt im Süden des Landes ist nur ein Beispiel für den sich häufenden Widerstand gegen den Anbau von Genmais in Mexiko. Dabei ziehen kleinbäuerliche und indigene Gemeinden, kritische Wissenschaftler, studentische Initiativen und Umweltorganisationen zunehmend an einem Strang.

Kaum eine Woche vergeht ohne Aktion: teilweise überfüllte Veranstaltungen mit nationalen und internationalen Experten an den...


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