Verweste Leiche im Flüchtlingsheim

Toter lag wochenlang in Leipziger Unterkunft

Wochenlang fand niemand die Leiche eines Asylbewerbers, die in der Leipziger Flüchtlingsunterkunft in der Torgauer Straße lag. Für die Staatsanwaltschaft ist der Tote ein Drogenopfer, doch es bleiben Fragen. Die Wohnsituation in dem betroffenen Asylbewerberheim gilt seit langem als problematisch.

Leipzig. Ein Asylbewerber hat mehrere Wochen lang tot im Zimmer eines Asylbewerberheims in Leipzig gelegen. Das MDR-Nachrichtenmagazin »exakt« berichtete, der aus dem Libanon stammende Mann sei Anfang Mai in der Unterkunft gestorben, seine Leiche sei dann am 13. Juni entdeckt worden. Bewohner hätten auf den starken Geruch hingewiesen.

Die Staatsanwaltschaft in Leipzig bestätigte am Mittwoch, die Leiche des 34 Jahre alten Mannes sei am 13. Juni gefunden worden und bereits stark verwest gewesen. »Er muss schon drei bis vier Wochen tot gewesen sein, bis man ihn gefunden hat«, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz. In dem Asylbewerberheim leben derzeit laut Stadtbehörden ru...


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