Rohstofffieber in Kolumbien

Marylén Serna über das Tribunal in Bogotá gegen Bergbauunternehmen und die Regierung in Bogotá

Marylén Serna ist eine Bäuerin an der Führungsspitze der Bauernbewegung »Movimiento Campesino de Cajibio« aus der Region Cauca im Süden Kolumbiens. Sie ist Sprecherin des »Congreso de los Pueblos«, eines Zusammenschlusses von Basisorganisationen, der seit vier Jahren auf einen Friedensvorschlag hinarbeitet. 
Aus Anlass eines sogenannten Ethischen Gerichtsprozesses in Bogotá, eines Tribunals über die Vergehen multinationaler Konzerne in Kolumbien, sprach für »nd« Nicole Jullian mit ihr.

nd: Das internationale Solidaritätsnetzwerk zu Kolumbien »Red der Hermandad y Solidaridad con Colombia« (REDHER) und weitere kolumbianische Basisorganisationen veranstalten vom 16. bis 18. August einen »Ethischen Gerichtsprozess« symbolischen Charakters gegen die in Kolumbien tätigen multinationalen Konzerne. Wer wird auf der Anklagebank sitzen?
Serna: Unsere Kritik richtet sich sowohl an die nationalen als auch die transnationalen Konzerne des Bergbausektors in Kolumbien. Das liegt an den erheblichen negativen Auswirkungen der Aktivitäten des Bergbausektors auf die in den Abbaugebieten lebende Bevölkerung, auf die Arbeiterklasse, Gewerkschaftsorganisationen und nicht zuletzt auf die Umwelt. Die transnationalen Konzerne missachten die internationalen Standards. Sie sind Urheber von Landenteignung, Binnenvertreibung und extremer Umweltzerstörung mit erheblichen gesundheitlichen Risiken für die Bevölkerung.

Welche Rolle spielt...



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