Altlast trifft Niedrigzins

Die Sparkasse Südholstein streicht Stellen, Filialen - und ihren Vorstandschef

  • Von Olaf Harning
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Schieflage der HSB Nordbank hat ernste Folgen für die Sparkasse Südholstein: Als Anteilseigner hat sie viel Geld verloren. Aber das ist nur ein Grund, weshalb nun weit mehr als 100 Mitarbeiter gehen sollen.

Nach Jahren verhagelter Bilanzen hat die Sparkasse Südholstein vergangene Woche einen harten Sanierungskurs angekündigt. Rund 160 Mitarbeiter müssen gehen, auch Vorstandschef Ralph Schmieder räumt seinen Posten.

Hintergrund des Konsolidierungsversuchs ist einerseits das anhaltend niedrige Zinsniveau und das in diesem Zusammenhang schwächelnde Kreditgeschäft. Darüber hinaus aber leidet das von einem Zweckverband der Kreise Segeberg, Pinneberg sowie der Städte Uetersen und Neumünster getragene Unternehmen unter Altlasten, die Schmieder und sein Vorstand seit Jahren nicht in den Griff bekommen. So brachte die Kreissparkasse Segeberg 2003 bei der Fusion mit ihrer »Schwester« aus Pinneberg rund 600 ungesicherte Kredite mit, die einen Ausfall von knapp 100 Millionen Euro bedeuteten. Außerdem leidet das schließlich 2005 durch Fusion mit der Stadtsparkasse Neumünster entstandene Geldhaus unter seinen Anteilen an der HSH Nordbank. Um f...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.