Schwarz-Gelb fehlt der politische Wille

23 Jahre nach der Wende ist die Kluft zwischen den Altersbezügen Ost und West unübersehbar

  • Von Wolfgang Kühn
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Vollmundig hatte es die schwarz-gelbe Koalition nach der Bundestagswahl 2009 versprochen: »Deshalb wollen wir, dass auch diejenigen, die ein Leben lang Vollzeit gearbeitet und vorgesorgt haben, ein Alterseinkommen oberhalb der Grundsicherung erhalten, das bedarfsabhängig und steuerfinanziert ist«, heißt es im Koalitionsvertrag. Bekanntlich blieb es aber bei dem Vorhaben.

Der politische Wille fehlte. Es wurden Daten über die wirtschaftliche Lage der älteren Generation in den beiden Landesteilen West- und Ostdeutschland verbreitet, die derartige Maßnahmen nicht als dringend erschienen ließen: Behauptet wird, dass der jetzigen Rentnergeneration in Ostdeutschland im Jahr 2011 eine um 119 Euro höhere Durchschnittsrente als den Rentnern in Westdeutschland ausgezahlt wurde. Fast erstaunt stellte man bei dieser Gelegenheit fest, dass nicht nur die ostdeutschen Rentnerinnen dank ihrer bis zur Wende meist durchgängigen Erwerbsbiografie ...


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