Kleinkrieg im Krankenhaus

In Wiesbaden wollte eine Klinik die Betriebsratsvorsitzende loswerden - erfolglos

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Kürzungsdruck und juristische Nachstellungen: An der teilprivatisierten Klinik in Wiesbaden haben es Beschäftigte und Betriebsräte nicht einfach.

Gut ein Jahr nach der Teilprivatisierung der Wiesbadener Dr. Horst Schmidt-Kliniken (HSK) hält die Unruhe in der Belegschaft an. Konflikte mit dem Management werden zunehmend vor Gericht ausgetragen. Für zusätzliche Verunsicherung sorgt nun der Verkauf des Teileigentümers Rhön Klinikum AG (RKA) an den Gesundheitskonzern Fresenius Helios.

Mitte dieser Woche war die HSK-Geschäftsleitung mit dem Versuch gescheitert, die Betriebsratsvorsitzende der für Reinigung, Verpflegung und technische Dienstleistungen zuständigen Tochtergesellschaft HSK Service GmbH, Christina Köhn, per Kündigung auf die Straße zu setzen. Einen entsprechenden Antrag, die fehlende Zustimmung des Betriebsrats zum Rauswurf seiner Vorsitzenden zu erteilen, lehnte das örtliche Arbeitsgericht ab. Die Betriebsrätin hatte in einer Betriebsversammlung Beschwerden von Reinigungskräften wiedergegeben.

Demnach seien die Betroffenen dazu angehalten worden, im Zeiter...


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