»Ein absolut richtiger Schritt«

Jabbour: Damaskus handelt bei Abgabe der Chemiewaffen verantwortungsvoll

  • Von Karin Leukefeld, Damaskus
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die syrische Führung will sich schon vor einem offiziellen Beitritt zur internationalen Chemiewaffenkonvention an deren Vorgaben halten. Das war am Freitag in Damaskus die Nachricht des Tages. Präsident Assad habe den Antrag selbst unterzeichnet.

Die jüngsten Entwicklungen stimmten ihn optimistisch, sagt Prof. George Jabbour in Damaskus. Seit im März erste Berichte über Angriffe mit chemischen Substanzen bei Aleppo bekannt geworden waren, habe er darüber nachgedacht, wie die syrische Regierung verantwortungsvoll mit dieser Gefahr umgehen könne. Weil er aber kein politisches Amt mehr inne habe, habe er mit Kollegen der Syrischen Gesellschaft für die Vereinten Nationen versucht, eine öffentliche Diskussion darüber anzustoßen. Es sei »eine Verpflichtung für jeden Staat«, in der Frage von Massenvernichtungswaffen mit den Vereinten Nationen zu kooperieren, fährt der frühere Präsidentenberater und ehemalige Parlamentsabgeordnete fort. Dem Chemiewaffenabkommen beizutreten, hält Jabbour für »absolut richtig«.

2003 sei vor dem Irakkrieg von verschiedenen Staaten und ehemaligen UN-Offiziellen, auch von Syrien, für einen Mittleren Osten frei von Massenvernichtungswaffen geworben ...


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