Befreit Rotes das Grün?

»Kooperation, Gleichheit, Planung« als Prinzipien einer ökologischen Gesellschaft

  • Von Ulrich Schachtschneider
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Wie man soziale Gerechtigkeit und ein Wirtschaftssystem ohne Umweltzerstörung unter einen Hut bringen könnte, untersucht der Ökonom Hans Thie in seinem Buch »Rotes Grün«.

Begrünter Kapitalismus reicht nicht, und auf individuelle Moral kann man wohl auch kaum bauen. Sattes Grün ohne Wachstumszwang wird es ohne rote Gerechtigkeit nicht geben. Die ökologische Krise bringt die ursozialistische Idee gleicher ökonomischer Rechte, in Form des gleichen »ökologischen Fußabdrucks« für alle Bewohner des Planeten mit neuer Macht ins Spiel. Das ist die implizite Botschaft, der Fluchtpunkt der ökologischen Debatte, der in den inzwischen unübersichtlich vielen Studien, Wortmeldungen und Konzepten leider nur selten so klar benannt wird.

»Kooperation, Gleichheit und Planung«

Diesen inneren Rot-Grün-Zusammenhang macht Hans Thie explizit zum Ausgangspunkt seiner Thesen. In »Rotes Grün. Prinzipien und Pioniere einer ökologischen Gesellschaft« präsentiert er die konkrete Utopie einer »grünen und gerechten Wirtschaft«, deren zentrale Ansätze schon im Hier und Jetzt zu sehen seien: »Kooperation, Gleichheit und Pl...


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