Beutel mit Botschaft

»Handeln statt wegsehen« - Kampagne gegen Rassismus im Arbeitsalltag

  • Von Stephan Fischer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Am Personaleingang des Kaufhauses am Alexanderplatz schraubt Dilek Kolat (SPD), Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, mit rot-schwarzem Schraubendreher eine Tafel fest. »Handel[n] verbindet« steht darauf in schwarz-grünen Lettern. Und weiter: »Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus haben in unserem Betrieb keinen Platz!« Die Farben von Werkzeug und Tafel haben auch in Wahlkampfzeiten keine tiefere Symbolik, der Ort hingegen schon: Hier stand bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges eines der größten Warenhäuser Berlins, 1904 vom jüdischen Unternehmer Oscar Tietz eröffnet.

Die Initiative »Handeln statt wegsehen« wurde im Jahr 2008 vom Handelsverband Berlin-Brandenburg, ver.di Berlin und dem Deutschem Gewerkschaftsbund zusammen mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) gestartet. Gewerkschaft und Handelsverband betonen die gute Zusammenarbeit, auch jetzt in Zeiten harter Tarifauseinandersetzungen...


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