Niemand verlässt den Raum!

»Der Seelenbrecher« im Kriminaltheater

  • Von Lucía Tirado
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Lässt sich sagen, dass ein Theaterstück besser ist als das Buch, nach dem es entstand? Jein. Schließlich gäbe es in diesem Fall keins, ohne den Psychothriller »Der Seelenbrecher« von Sebastian Fitzek. Der gleichnamigen gelungenen Inszenierung von Wolfgang Rumpf im Kriminaltheater nach einer von ihm für die Berliner Erstaufführung bearbeiteten Spielfassung von Marc Gruppe ist zuzugestehen, dass sie den Psychothriller besser ertragen lässt. Schauspiel erweist sich als gnädiger als die eigene Fantasie.

Autor Fitzek ist erfolgreich. Seine Bücher werden in 25 Sprachen übersetzt. Wenn der Hauptstädter einen Thriller ankündigt, muss man mit heißen und kalten Schauern rechnen. Er schlafe gut, meinte er auf meine Frage, ob er mit solch Grauen im Kopf Ruhe fände. Albträume lade er seinen Lesern auf, sagt er. Der Mann hält sich Humor im Hinterhalt. Knapp dosiert er ihn beim Schreiben. Auf den 368 Seiten des Buches gibt es einen einzigen ...


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