Recht auf Kaugummi

Sicherungsverwahrte in der JVA Rosdorf protestieren gegen ihre Haftbedingungen

  • Von Reimar Paul
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Aus Protest gegen die Art ihrer Unterbringung waren Sicherungsverwahrte in der JVA Rosdorf bereits in den Hungerstreik getreten. Der ist nun zwar ausgesetzt, doch die Gründe bleiben.

Acht sicherungsverwahrte Straftäter in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rosdorf, die aus Protest gegen angebliche Missstände bei der Unterbringung in den Hungerstreik getreten waren, haben ihre Aktion nach einem Gespräch mit der Anstaltsleitung ausgesetzt. Dabei wurde vereinbart, in vier Wochen eine sogenannte Hauptversammlung einzuberufen und in diesem Rahmen bestimmte Forderungen der Sicherungsverwahrten zu diskutieren. Zusagen seien zunächst nicht gemacht worden, heißt es. Nachdem am 17. Oktober zunächst sechs Männer die Aufnahme von fester Nahrung verweigerten, hatten sich ihnen vor einer Woche zwei weitere Sicherungsverwahrte angeschlossen.

In Rosdorf befindet sich seit Mai dieses Jahres die zentrale Sicherungsverwahrung des Landes Niedersachsen. In dem 12,5 Millionen teuren Neubau auf dem JVA-Gelände mit vergleichsweise hohem Wohnkomfort werden als gefährlich eingestufte Straftäter nach Verbüßung ihrer Gefängnisstrafe unt...


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