Ostsee ist radioaktiv verseucht

Neues Netzwerk gründet Anti-Atom-Widerstand rund um Baltisches Meer

  • Von Reimar Paul
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Ende Oktober kollidierte der mit Uranoxid und Uranhexafluorid beladene russische Frachter »Mikhail Lomonosov« nahe Rügen mit einer Segeljacht. Das Boot wurde schwer beschädigt, der Frachter setzte seine Fahrt in den Hamburger Hafen fort. Radioaktive Stoffe gelangten nicht ins Meer.

Dennoch gilt die Ostsee als das am höchsten radioaktiv belastete Meer der Welt - mehr noch als beispielsweise die Irische See, in welche die Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield täglich ihre strahlenden Abwässer pumpt. Fische aus der Ostsee sind nach Untersuchungen des staatlichen Johann Heinrich von Thünen-Instituts sehr viel stärker kontaminiert als Fische aus der Nordsee. Dem will sich das neu gegründete Netzwerk »Atomic Threats In The Baltic Sea Region« annehmen.

Neben dem Fallout der Atomwaffenversuche in den 1970er Jahren und der Wolke aus dem 1986 havarierten Atomkraftwerk Tschernobyl sind die zahlreichen Atomanlagen rund um die Ostsee ...


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