Kuba-Blockade trifft auch PayPal-Kunden

Händler werden vom Internetbezahldienst sanktioniert

  • Harald Neuber
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Onlinedienstleister PayPal ahndet Kuba-Kontakte mit Kontosperren - obwohl die US-Blockade gegen den Karibikstaat in der EU nicht gilt. Den Konzern vor Gericht zu bringen, ist aber schwierig.

Der Internetbezahldienst PayPal geht mit unverminderter Härte gegen deutsche Kunden vor, die mit kubanischen Produkten handeln oder anderweitig mit dem sozialistischen Karibikstaat in Verbindung stehen. Obwohl die Europavertretung von PayPal in Luxemburg ansässig ist, begründet die Firma ihr restriktives Vorgehen mit der US-Blockade gegen Kuba. Nach den neuen Fällen erwägen Händler und politische Akteure nun, das Onlineunternehmen vor Gericht zu bringen. Die Chancen, PayPal in die Knie zu zwingen, stehen theoretisch nicht schlecht: Ende 1996 hat der Europäische Rat eine Verordnung erlassen, mit der die Durchsetzung der US-Blockade in EU-Ländern strafbewehrt untersagt wird.

Dessen ungeachtet hat PayPal die Blockaderegelungen in den vergangenen Jahren immer wieder auch im EU-Wirtschaftsraum durchgesetzt. Vor zwei Jahren hatten Medien über Kontosperrungen für deutsche Onlinehändler berichtet, die Spirituosen und Tabakwaren aus Ku...


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