Neue Wege in die Kanonenberge

Berliner Forsten gestalten und markieren mit ABM-Kräften Wanderrouten in Köpenick

  • Von Steffi Bey
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.
Zugewachsen, vermüllt, unbegehbar: Noch vor ein paar Monaten konnte man die Kanonenberge nur erahnen. Doch seit im Herbst vergangenen Jahres rund 20 fleißige Helfer damit begonnen haben, das Gebiet aufzuwerten, kann es sich schon jetzt wieder sehen lassen. Etwa 1500 Meter lange Wanderwege wurden von den ABM-Kräften freigelegt, Sträucher und Bäume zurückgeschnitten und jede Menge Unrat entfernt. »Wenn es das Wetter zulässt, bringen wir noch eine Schotterschicht auf und kümmern uns weiter um die alte Aussichtsplattform«, kündigte gestern Jürgen Kirchhoff von der Firma delphiCon an. Dort oben, 70 Meter über dem Meeresspiegel, sollen ein rustikales Pflaster verlegt, die vorhandene Stein-Umrandung und die Treppe ausgebessert und Bänke hingestellt werden. »Wir wollen die Leute in den Wald einladen und ihnen an dieser Stelle herrliche Sichtmöglichkeiten bieten«, sagte Klaus Pogrzeba, Leiter des Forstamtes Köpenick. Durch den umfangreichen Rückschnitt sei es nun möglich, wieder ungehindert bis zum Müggelsee, den Müggelbergen und den Langen See auf der anderen Seite zu schauen. Rund 250 000 Euro sind für die Maßnahmen auf den und rund um die Kanonenberge nötig. Unterstützt und realisiert wird das Projekt unter anderen von der Bundesagentur für Arbeit, das Jobcenter Treptow-Köpenick und das Land Berlin. Im Herbst dieses Jahres werden die Arbeiten abgeschlossen. Ginge es nach den Berliner Forsten, sollte dann gleich mit dem nächsten Projekt begonnen werden. »Gern würden wir einen alten Hauptwanderweg Richtung Müggelturm wieder herrichten«, erklärte der Forstamtsleiter. Noch fehle dafür allerdings das nötige Geld. In den vergangenen Jahren hat sich in der markanten Landschaft im Südosten Berlins, in den Kanonen- und Müggelbergen, einiges verändert: So wurde das Teufelsmoor am Fuße der Müggelberge von Altlasten befreit, ein Lehrpfad eingerichtet und die Ruine einer ehemaligen Ausflugsgaststätte abgetragen. Ein Teil eines alten Betonweges blieb erhalten, damit auch Rollstuhlfahrer ungehindert den Bereich nutzen können. Elmar Lakenberg, Leiter der Berliner Forsten, betonte, dass die vielfältige Flora und Fauna und die intensive Erholungsnutzung Konzepte zur nachhaltigen Sicherung des Gebietes erforderlich machen. Zur Idee eines österreichischen Unternehmers, die von Treptow-Köpenicks Bürgermeister Klaus Ulbricht (SPD) unterstützt wird, in den Müggelbergen eine Seilbahn zu installieren, äußerte sich Lakenberg zurückhaltend. »Man kann über alles reden«, sagte er. Aber bislang gebe es ja noch nicht einmal ein Konzept. Am gestrigen Tag des Waldes startete auch die bundesweite Initiative »Treffpunkt-Wald 2006«. Bis Jahresende sind unter d...

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