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  • ? Helmut Kohl, die Macht und das Geld - nur diffuse Spekulationen

Keine Aufklärung krimineller Praxis

Von Werner Rügemer

Die drei Redakteure der Süddeutschen Zeitung Hans Leyendecker, Michael Stiller und Heribert Prantl haben ihre Artikel zum »System Kohl« nun in einem Buch zusammengefasst. Leyendecker nennt im Abschnitt »Helmut Kohl, die CDU und die Spenden - eine Fortsetzungsgeschichte« einige (nicht alle) schwarze Kassen der Wirtschaft und ihrer Vorzugsparteien CDU, CSU und FDP seit den 50er Jahren.

Bei der Faktenfülle ist interessant, welche Fakten fehlen: Die Kölner Bank Oppenheim, bei der Pferdmenges und Adenauer ihre schwarzen Konten führten und zu der Kohls Schatzmeister Leisler Kiep bis heute intensive Beziehungen unter hält, wird nicht einmal erwähnt, auch nicht die Rolle des industriellen Fritz Ries: Dieser NS-Profiteur führte den aufstrebenden Provinzpolitiker Kohl mit Strauß, Biedenkopf und Flick-Manager von Brauchitsch zusammen. Auch Kohls erster Arbeitgeber, der Verband der Chemischen Industrie, der bis heute zu den Spon...


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