Die Pkw-Maut ist ein eher maues Geschäft

Während Frankreich und Österreich relativ gute Erfahrungen gesammelt haben, ist das Experiment in Spanien daneben gegangen

  • Von Heinz Krieger, Madrid
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Bei den Koalitionsverhandlungen in Deutschland wird auch über eine Pkw-Maut diskutiert. Diese war in anderen EU-Ländern teils erfolgreich, teils ein Flopp.

Der Autofahrer aus Deutschland, der am spanischen Grenzübergang La Jonquera in den Pyrenäen seine Kreditkarte zückt, um die Autobahnmaut zu bezahlen, hat schon zuvor kräftig geblecht. Auf der Route von Düsseldorf etwa sind es nach Angaben des ADAC-Routenplaners 70,85 Euro. Allein bis Barcelona kommen noch einmal rund 40 Euro dazu.

In 23 Ländern Europas wird laut dem Autoclub AvD eine Pkw-Maut fällig. Überwiegend gibt es die klassische Variante mit Mauthäuschen an der Autobahn, an dem bar oder mit Kreditkarte der Betrag für eine bestimmte Strecke bezahlt wird. Auch in Frankreich, wo nahezu alle Autobahnen gebührenpflichtig sind mit Ausnahme der Umfahrungen oder Stadtautobahnen von Paris, Lyon oder Marseille. In Österreich gibt es das »Pickerl«, eine Vignette für zehn Tage (8,30 Euro), zwei Monate (24,20) oder das ganze Jahr (80,60 Euro). Allerdings kommen noch kräftige Nutzungsgebühren bei besonders wartungsintensiven Teilstrec...


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