Piratensport statt Puscheln

20 Jahre Kooperationsprojekt »Schule - Sportverein« in Berlin

  • Von Stephan Fischer
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Immer mehr Schulen und Vereine beteiligen sich an der Kooperation, aktuell laufen fast 800 Projekte in der ganzen Stadt - nur die Bezahlung der Übungsleiter ist auf dem Stand von 1993 eingefroren.

Barbara Noack beschreibt sich selbst als »jung gebliebene Artistin«. Die kleine Sportlehrerin und Sonderpädagogin ist Übungsleiterin beim Zehlendorfer Turn- und Sportverein »Z 88«, sie war 18 Jahre lang mit einer Schautanzgruppe in ganz Europa unterwegs. In der kleinen Turnhalle der Pestalozzi-Schule, einem Sonderpädagogischen Förderzentrum im Südwesten Berlin, lenkt sie die Aufmerksamkeit aber schnell von sich weg: Im Mittelpunkt stehen an diesem wie an jedem Freitag für anderthalb Stunden die Kinder der Zirkus-AG, zehn Schülerinnen und Schüler von der dritten bis zur achten Klasse. Sie balancieren Teller, jonglieren Tücher oder lassen Hula-Hoop-Reifen um die Hüften schwingen. Alle bekommen die nötige Hilfestellung von Noack, einige Kinder sind körperlich eingeschränkt oder haben Trisomie 21.

»Wir sind hier an der Schule gleich mit offenen Armen empfangen worden.« Die AG ist auf Initiative von Schülerinnen entstanden, die in ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.