Wer erschoss Kennedy?

Der Tod eines nationalen Sicherheitsrisikos. Das dümmste und das klügste Buch zum Attentat 1963 in Dallas

  • Von Christian Stappenbeck
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Schätzungsweise die Hälfte der US-Amerikaner und ein Großteil der Deutschen ist der Ansicht, ein Wirrkopf namens Lee Harvey Oswald wäre der Todesschütze am 22. November 1963 in Dallas/Texas gewesen. Knapp vier Jahre nach dem Attentat auf John F. Kennedy waren es nur 34 Prozent der US-Bürger, die an die Einzeltätertheorie glaubten, während immerhin 66 Prozent ein Mordkomplott vermuteten.

»Und wenn alle anderen die Lüge glaubten ...«, heißt es in Orwells Roman »1984«, »wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten, dann ginge die Lüge in die Geschichte ein und würde Wahrheit.« Dies war inniger Wunsch interessierter Kreise auch im Mordfall Kennedy. Er ging nicht in Erfüllung.

Aus der Fülle der neuen Bücher zum Thema seien zwei völlig gegensätzliche vorgestellt. Das dümmste stammt aus der Feder des Journalisten Bill O›Reilly: »Killing Kennedy«. Der Verfasser gibt auf treuherzige Weise die Version des amtlichen Warren-Reports wied...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.