Hören wie David Bowie

Heimatlieder aus Deutschland»: Mark Terkessidis und Jochen Kühling erkunden den Folklore-Untergrund Berlins

  • Von Tom Mustroph
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Ihr Vorgänger ist legendär. 1977 nahm David Bowie in den Hansa Studios in der Köthener Straße sein Album «Heroes» auf und integrierte dort auch das Instrumentalstück «Neuköln». In diesem Stück - Bowie ließ im Titel tatsächlich ein «l» weg; obligatorische Sprachlehrgänge zur «besseren Integration» gab es damals weder für besser noch für schlechter gestellte Migranten - hatte vor allem der Saxophonpart zeitgenössische Musikkritiker dazu angeregt, Rufe des Muezzins und Klagen vereinsamter «Gastarbeiter» herauszuhören.

Der damals in Schöneberg wohnende Bowie gilt dem früheren «Spex»-Musikkritiker Mark Terkessidis als Referenz, wenn es um offene Ohren für das unmittelbare Umfeld geht. «Er hat die Stadt gehört. - ›Neuköln‹, ›The Secret Life of Arabia‹ oder ›Yassassin (Turkish for: Long Live)‹ nahmen - wie vage auch immer - Einflüsse aus türkischer und arabischer Folklore auf. Das war durchaus ungewöhnlich, selbst wenn man die Begeis...


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