Mit vertuschten Beweisen zum Krieg gegen Assad

US-Regierung soll von Giftgas-Potenzial syrischer Rebellen gewusst haben

  • Von Fabian Köhler
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Haben Rebellen in Syrien Giftgas gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt? Die US-Regierung soll Informationen, die dies nahelegen, gezielt vertuscht haben. Das Ziel: einen Militäreinsatz gegen Assad zu legitimieren.

Die Vorwürfe erinnern an die falschen Geheimdienstberichte vor dem Irakkrieg. Nur dieses Mal sind nicht erfundene, sondern zurückgehaltene Beweise über Massenvernichtungswaffen: Rebellen in Syrien könnten für den Giftgasangriff vom 21. August verantwortlich sein. US-Geheimdienstinformationen, die dies belegen, sollen von der amerikanischen Regierung gezielt vertuscht worden sein.

Der amerikanische Enthüllungsjournalist Seymour Hersh berichtet am Sonntag über Informationen, die die Version vom Chemiewaffenangriff des Assad-Regimes ins Wanken bringen können. Grundlage für Hershs Anschuldigungen ist ein vierseitiges Dokument des amerikanischen Militärgeheimdienstes DIA vom 20. Juni dieses Jahres. Aus diesem gehe hervor, dass die oppositionelle und von Saudi Arabien unterstützte Al-Nusra-Front in der Lage sei, in großen Mengen Sarin-Ga...


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