Hoffen auf Nachbarschaftshilfe

Ehemalige Bewohner der Eisfabrik in Mitte kommen eine Nacht bei der Gewerkschaft ver.di unter. Ein Runder Tisch ist geplant

  • Von Christin Odoj
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Nachdem der Bezirk Mitte ab Donnerstag keine weitere Hostelnacht für die ehemaligen Eisfabrikbewohner bezahlen wollte, suchen die Wohnungslosen jetzt bei ver.di Unterstützung.

Für das Bezirksamt Mitte waren zehn Tage genug. So lange hatte das Amt die Übernachtungen in Hostels für die ehemaligen Bewohner der Eisfabrik bezahlt. Von einer »einmaligen humanitären Hilfe« über die Weihnachtsfeiertage war in einer Mitteilung die Rede. Nun müssen die 23 Männer und Frauen aus Bulgarien und Rumänien selbst sehen, wie es weitergeht. Am Donnerstagvormittag baten Betroffene und Unterstützer die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, die sich in unmittelbarer Nähe der Eisfabrik befindet um »Nachbarschaftshilfe«, wie Gewerkschaftspressesprecher Jan Jurczyk den überraschenden Besuch bezeichnete. »Das Schicksal dieser Menschen soll nicht in der Anonymität verschwinden. Wir setzen auf ver.di als natürlichen Partner in dieser Sache«, sagt Sara Walther, Sprecherin des Bündnisses »Zwangsräumung verhindern«. Die Bewohner, die nach eigenen Angaben als Flaschensammler oder Putzhilfen arbeiten, weil sie ohne eine Meldeadresse keinen...


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