Geheime Nummern bleiben online

Piratenpartei übernimmt Veröffentlichung der internen Telefonlisten von Jobcentern

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Seit einem Jahr veröffentlicht der Arbeitslosenrechtler Harald Thomé die geheimen Durchwahlnummern von Jobcentern. Das brachte ihm eine Menge Ärger ein. Nun übernimmt die Piratenpartei den Job.

Hartz-IV-Bezieher kennen das Problem: Wer seinen Sachbearbeiter im Jobcenter anrufen will, kann dies selten auf direktem Wege tun. Denn viele Jobcenter geben die Büronummern ihrer Mitarbeiter nicht raus. Wer sich telefonisch beim Amt melden will, erreicht lediglich eine Hotline, das »SGB-II-Service-Center«. So wie beim Jobcenter Berlin-Mitte. Dort endet der Anruf in einer Warteschleife. »Bitte haben Sie einen Moment Geduld«, beruhigt die Computerstimme den Kunden. Nach anderthalb Minuten erfolgt der elektronische Ratschlag, doch »später erneut anzurufen«.

Kein Einzelfall, wie ein Bericht der Internen Revision der Bundesagentur für Arbeit (BA) zeigt, aus dem »Bild« im November 2013 zitierte. Demnach lag die telefonische Erreichbarkeit der getesteten »Service-Center« zwischen 51 und 87 Prozent. Lediglich drei der 29 geprüften Jobcenter hätten die geltende Erreichbarkeitsquote von 75 Prozent erfüllt, so das Springer-Blatt.

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