Auf dem »Euromaidan« von Cherson

Im Süden der Ukraine sind Extremisten bisher unter Kontrolle / Gesellschaftliche Kräfte sollen Miliz unterstützen

  • Von Valeri Pantelejew, Cherson
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Während im Westen der Ukraine Gegner des Präsidenten die Oberhand haben, herrschen in östlichen und südlichen Regionen andere Kräfteverhältnisse.

Während in der Hauptstadt Kiew Rechtsradikale den zweiten Monat in Folge Unruhen veranstalten, ist in Cherson alles vergleichsweise ruhig. Jeden Tag versammeln sich etwa 100 Anhänger des »Euromaidans« für anderthalb Stunden auf dem zentralen Platz. Reden werden gehalten, dann ziehen die Demonstranten über die zentrale Straße und verstreuen sich wieder.

Hauptfeinde der Aktivisten vom »Euromaidan« sind Präsident Viktor Janukowitsch und die Regierung. Eine gewisse Ironie besteht darin, dass die Protestierer hauptsächlich Rentner und Studenten sind. Gerade sie aber leben von den sozialen Zuwendungen genau dieser Regierung.

Die meisten der 300 000 Einwohner der Stadt lassen sich davon nicht stören. Sie ziehen es vor, sich mit ihren alltäglichen Angelegenheiten zu befassen. Allerdings gibt es unter den Einwohnern viele, die passiv mitfühlen. Das hat auch damit zu tun, dass das Fernsehen nicht nur ein einseitiges Bild zeichnet,...


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