Ermittlungen gegen Moody's & Co

Ratings haben für Agenturen in Italien Folgen

  • Von Anna Maldini, Rom
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

234 Milliarden Euro sollen die schlechten Bewertungen der Ratingagenturen Italien gekostet haben. Sein Rechnungshof will sie deswegen nun verklagen.

Der italienische Rechnungshof will Klarheit. Der Staatsanwalt des Rechnungshofes der Region Latium (Rom), Raffaele De Dominicis, hat Meldungen bestätigt, dass sein Büro Ermittlungen gegen die drei großen Ratingagenturen Standard&Poor’s (S&P), Moody’s und Fitch eingeleitet hat. Er beschuldigt die Ratingagenturen, die Wirtschaft des Landes falsch beurteilt und mit ihren negativen Bewertungen Italien Schaden zugefügt zu haben. Man spricht von einer Schadensersatzforderung von bis zu 234 Milliarden Euro.

Staatsanwalt De Dominicis geht davon aus, dass die Ratingagenturen bei der Bewertung der italienischen Wirtschaft und der Vertrauenswürdigkeit der Staatspapiere einen ganz wichtigen Faktor »vergessen« haben: die historischen Kunst- und Kulturgüter, die die Wirtschaftskraft Italiens wesentlich mitbestimmen. Also habe man die Kreditwürdigkeit fälschlicherweise am 1. Juli 2011, am 24. Mai 2...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.