UNASUR will in Venezuela helfen

Südamerikanisches Bündnis bemüht sich um Deeskalation / Neue Tote bei Protesten

  • Jürgen Vogt, Buenos Aires
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Gewalt in Venezuela reißt nicht ab. Auch ein Kind stirbt bei neuen Ausschreitungen. Die Lage alarmiert den Staatenbund UNASUR. Er will eine Delegation in das Land schicken.

Auf diplomatischer Front wird vermittelt, auf den Straßen Venezuelas setzt sich die Gewalt fort: In der westvenezolanischen Stadt Valencia starben am Mittwoch vier Menschen, darunter ein Kind und ein Mitglied der militarisierten Polizei Guardia Nacional. Die genauen Hintergründe der Taten sind noch unklar.

Über einen Monat nach dem Beginn der blutigen Proteste in Venezuela hat sich die Union Südamerikanischer Staaten (UNASUR) erstmals mit den Vorgängen in dem Mitgliedsland befasst. Am Mittwoch beschlossen die Außenminister der zwölf Mitgliedstaaten Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, Guyana, Kolumbien, Paraguay, Peru, Surinam, Uruguay und Venezuela auf einem außerordentlichen Treffen die Bildung einer Vermittlungskommission.

Was die Kommission bewirken kann, ist völlig offen. Fakt ist, dass sich die venezolanische Regierung erstmals einem internationalen Vermittlungsversuch geöffnet hat. Die UNASUR wurde 20...


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