Fluch der Bequemlichkeit

Vom Leben mit Bewegungskillern

  • Von Walter Schmidt
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Der Mensch ist faul und kann nicht anders, und das hat einen guten Grund. »Ursprünglich war die Nahrungsbeschaffung aufwendig und kostete selbst viele Kalorien, sowohl für Sammlerinnen als auch für Jäger«, sagt der Evolutionspsychologe Harald Euler im Rückblick auf unsere steinzeitlichen Vorfahren. Noch heute seien vergleichbar lebende Naturvölker tagtäglich etwa vier Stunden damit beschäftigt, nach Essbarem zu suchen oder zu fischen, und längst nicht immer machen sie reiche Beute. Ob der Kraftaufwand sich lohnte, war auch bei unseren prähistorischen Vorfahren nicht immer gewiss, von den Gefahren für Leib und Leben unter wilden Tieren ganz abgesehen. Oft konnten unsere steinzeitlichen Ahnen froh sein, wenn sie beim Suchen nach Nahrung nicht mehr Energie verbrauchten, als sie in Form von Wildbret, Beeren und nahrhaften Wurzeln erbeuteten oder fanden. Zudem lieferte das, was Jagd und Sammeln eintrugen, pro Kilogramm viel weniger Nahru...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.