Sometimes in April ...

Am 6. April 1994 begann im afrikanischen Ruanda der Genozid

  • Von Stephanie Schiller
  • Lesedauer: ca. 8.5 Min.

In Ruanda wird dieser Tage an den Völkermord vor 20 Jahren erinnert. Auf Trauerveranstaltungen gedenken die Ostafrikaner der Tutsi und gemäßigten Hutu, die von April bis Juni 1994 ermordet wurden. Für eine Politik des Wiederaufbaus und der Versöhnung sprach sich Paul Kagame aus, seit 2000 Präsident des Landes.

Im Jahr 1994 versank das afrikanische Land Ruanda im Wahn des Völkermords und schuf damit die Unglaublichkeit eines Ausnahmezustands, der ein ganzes Volk traumatisierte. Über eine Million Tutsi und gemäßigte Hutu wurden getötet. 20 Jahre nach dem Genozid versuchen die Menschen noch immer das scheinbar Unmögliche: sich zu versöhnen. Viele Frauen unter den Überlebenden blicken lieber in die Zukunft als zurück.

Sometimes in April - irgendwann im April, in irgendeinem April. Als sei der April nicht ein Monat, sondern ein Ort. Sometimes in April ist der Titel eines Films, der eine Geschichte aus der Geschichte des schwarzafrikanischen Staates Ruanda erzählt. Die deutsche Übersetzung heißt: Als das Morden begann. Irgendwo, in einem April. Ruanda, das Land der tausend Hügel. Mitten in Afrika. Weit genug weg, dass Menschen in Europa, Amerika und Asien es nicht kennen müssen. Am 6. April 1994 kurz vor 21 Uhr begann in Kigali, der Haupt...


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