Schwerin träumt vom großen Sprung

Folge 32 der nd-Serie Ostkurve: Der FC Mecklenburg will Nummer zwei in der Region werden, schließlich spielte man einst gar im Europapokal mit

  • Von Jirka Grahl, Schwerin
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Ein paar Enthusiasten versuchen, den Fußball in der Landeshauptstadt neu zu beleben - der FC Mecklenburg sieht sich nur bedingt in der Tradition von Dynamo Schwerin.

Wer dieser Tage nach Schwerin kommt, erlebt die Stadt in aller Pracht: In der gleißenden Frühlingssonne strahlen die Schlosskuppeln güldener denn je über den See, die pittoreske Altstadt verzückt nicht nur die Besucher der Konferenz »Jugendarbeitslosigkeit in Europa«, die gerade abgehalten wird. Reichlich Touristen sind auf der Uferpromenade unterwegs, man hört Japanisch, Italienisch und Bayerisch.

Der Lenz ist da in Schwerin - selbst auf dem dem Großen Dreesch, in jenem Plattenbaugebiet, das den Gegenpol zum Vorzeige-Schwerin bildet. Hier gibt es reichlich Beispiele für Jugendarbeitslosigkeit in Nordostdeutschland. Eine junge Mutter sitzt mit Kinderwagen vorm Einkaufszentrum »Dreescher Markt«, ein Teenager mit raspelkurzen Haaren bringt ihr ein Eis. In der Hosentasche seiner Cargoshorts plärrt ein Handy eine Rechtsrockmelodie.

Wer auf dem Großen Dreesch nach dem Schweriner Fußball fragt, wird befremdlich angeguckt: »Sch...


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