Eine Stadt tief unter dir

Benjamin Stein erzählt die Geschichte einer Erleuchtung

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Stell dir vor, alles Beseelte fiele auf Erden in tiefen Schlaf und stiege auf über dem Land. Und innerhalb einer Minute würden die Engel des Dienstes und ihr Fürst Metathron die Städte mit Sand bedecken, bis sie ganz verschwänden. Auf den Mauern der alten würden sofort neue Städte gebaut, die den Menschen, die in sie zurücksinken, unverändert erscheinen würden. »Und die gleichen Städte sind es, doch nicht dieselben.« Doch die meisten Leute wissen nicht, dass »das Alte verwaist im Untergrund fortlebt«. So gibt es unter der oberen insgeheim eine »untere Stadt«.

Davon ist in diesem Roman nicht nur die Rede, wir bewegen uns beim Lesen tatsächlich zwischen beiden. Was durchaus ein gewisses Einverständnis voraussetzt, wiewohl auch Kräfte walten, die uns bewegen wollen, weil sie mit uns etwas vorhaben.

Das ist die Macht der Mystik: Sie lässt den einzelnen Menschen nicht so klein und unbedeutend, wie er sich häufig fühlt. Sie lä...


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