Zum Nichts werden - in memoriam Kurt Cobain

  • Von André Niekisch
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Es gibt Schüsse, die sind so laut, dass sie die Welt erschüttern. Schüsse von solcher Wucht, dass sie die Zeit abrupt zum Stehen bringen. Die Schüsse von Dallas etwa, die John F. Kennedy aus dem Leben rissen. Die Schüsse von Memphis, die Martin Luther King für immer verstummen ließen.

Der Schuss, der vor genau 20 Jahren, am 5. April 1994, in dem Haus 171 Lake Washington Boulevard in Seattle ertönte, blieb ungehört. Erst drei Tage später entdeckte der Elektriker Gary Smith, als er in dem Haus eine Sicherungsanlage installieren wollte, was dieser Schuss angerichtet hatte: In einem Raum über der Garage lag Kurt Cobain, Gitarrist und Sänger der Band Nirvana. Oder das, was von ihm übrig war. Cobain hatte sich mit einem Gewehr eine Kugel in den Kopf gejagt.

Der Schuss, mit dem Kurt Cobain einen Schlussstrich unter seine irdische Existenz zog - nicht ohne sich zuvor, um in seiner Absicht nicht zu fehlen, eine dreifach tödliche ...


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