Modenschau beim Militär

Laibachs neues Album

  • Von Thomas Blum
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Mit der slowenischen Band Laibach ist es ein wenig wie mit dem Punk: Was früher einmal kurzzeitig eine frische Idee war, wirkt seit 30 Jahren wie eine Parodie auf sich selbst. Das ermüdende Spiel mit der faschistischen und der Sowjet-Ästhetik, das Zitieren von Versatzstücken totalitärer Ideologien und der ganze Budenzauber, der auf der Bühne mit Phantasieuniformjacken, Flaggen, Pathoszirkus und Bombast-Pop entfacht wird, dient ja angeblich stets der Beweisführung, dass alles nur Phrase und Oberfläche sei. Jaja, die Entleerung einer Idee durch die Übernahme und Übertreibung ihrer äußeren Form, durch ihre Verwandlung in reine Oberfläche! Das Künstlerkollektiv Laibach, »die Meister der semiotischen Verwirrspiele« (»taz«), sang vom »Wir«, dem »Volk«, dem »Kampf« und von was nicht noch alles und gab sich auch sonst redlich Mühe, »Zeit«-Leser zu provozieren, unter Studienräten »Irritationen auszulösen« und mit Neonazis verwechselt zu werd...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.