»Nützliche Idioten« der EU und des Zionismus

Rechtsextreme Debatten: Völkische Argumente bekamen durch die Eingliederung der Krim in die russische Föderation Aufwind

  • Von Carsten Hübner
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Die europäischen Rechtsextremen halten es eher mit Russland denn mit den rechten Unterstützern des Umsturzes in der Ukraine.

Die Kämpfer der ultranationalistischen Partei Swoboda und des neonazistischen Rechten Sektors haben beim Sturz des ukrainischen Präsidenten Janukowitsch die Drecksarbeit gemacht. Dafür wurden ihre Führer in der Übergangsregierung von Ministerpräsident Arseni Jazenjuk mit einflussreichen Posten belohnt. Bei den braunen Gesinnungsgenossen in Europa kommt darüber wenig Freude auf. Hier hält man es eher mit Russland.

Für Rigolf Hennig, Frontmann der rechtsextremen »Europäischen Aktion«, ist die Lage klar. Die ukrainischen Nationalisten haben sich von »den Zionisten im Gewand der EU« einspannen und als »nützliche Idioten« missbrauchen lassen. Das sei doppelt bitter, sagt der ehemalige NPD-Funktionär. Denn »wenn das Monster ›Zionismus‹ über die Ukraine verfügt, dann ist Russland gefährdet und nur noch China steht zwischen ihm und der Weltherrschaft.« Deshalb müsse das rechte Lager eine Güterabwägung vornehmen, bei der die Wahl nicht...


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