Revolutionäre Investitionen

  • Von Ralf Hutter
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Ein Video zeigt, in welche Projekte der Katalane Enric Duran sein von Banken ergaunertes Geld steckte.

Mit gefälschten Papieren ergaunerte Enric Duran zwischen 2005 und 2008 nach eigenen Angaben von fast 40 Banken und anderen Kreditinstituten in 68 Vorgängen fast eine halbe Million Euro an Krediten. Öffentlich machte er das mit einem weiteren Coup: Im September 2008 wurde in vielen Teilen Kataloniens eine Zeitung verteilt, die unser wirtschaftliches System generell kritisierte und Durans Aktion erklärte. Diese Zeitung mit einer Auflage von 200 000 Exemplaren wurde mit Durans Geld finanziert. Über den Verbleib des restlichen Geldes hatte der revolutionäre Aktivist stets nur gesagt, es sei »an politische Projekte« gegangen.

Ende März wurde in Barcelona der Film »Retorn« (Rückgabe) vorgestellt. Im Internet ist er mit spanischen und englischen Untertiteln verfügbar. Darin gibt Durans damaliges Umfeld einen Einblick in die Unterstützung, die er bei seiner Aktion erfuhr, und in die dann finanziell geförderten Projekte. Eine Strafverf...


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