General Sisi will auf Nummer sicher gehen

Der ägyptische Präsidentschaftsanwärter lässt mit den Wahlbestimmungen für Konkurrenten wenig Raum

  • Oliver Eberhardt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Im Präsidentschaftswahlkampf gilt Ägyptens starker Mann Abdelfattah al-Sisi als sicherer Sieger. Doch tatsächlich ist die Bevölkerung gespaltener denn je. Weitere Gewalt droht.

Generalmajor Hani Abdel Latif gibt sich zuversichtlich: »Sehen Sie«, sagt der Sprecher des ägyptischen Innenministeriums, »es ist ein schwieriger Prozess, aber wir sind absolut dazu in der Lage, für Sicherheit zu sorgen.« Insgesamt zwölf Bomben, deponiert in den Gebäuden von Al-Azhar und Ain Schams, zwei Universitäten in Kairo, wurden von den Sicherheitskräften, »hoch ausgebildeten Spezialisten«, seit Dienstagnachmittag entschärft. Nun habe man dort die Polizei- und Militärpräsenz verstärkt, mit Zustimmung der Universitätsrektoren, wie Abdel Latif betont. Eine Entscheidung, die umgehend zu neuen Studentenprotesten führte: Im Jahr 2010 hatte ein Gericht die ständige Anwesenheit von Sicherheitskräften an den Universitäten untersagt.

Trotz Abdel Latifs Euphorie sind die Sicherheitskräfte weit davon entfernt, die Oberhand zu gewinnen: Ägyptens Regierung denkt nach monatelangen Kämpfen auf der Sinai-Halbinsel darüber nach, Sperranl...


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