Tödliche Extraschichten vor der WM

Steigende Unfall- und Todesrisiken durch enormen Zeitdruck

  • Von Fabiola Ortiz, Rio de Janeiro
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Auf den Baustellen der zwölf Stadien, in denen vom 12. Juni bis zum 13. Juli in Brasilien die Fußball-Weltmeisterschaften ausgetragen werden, sind Arbeitstage von bis zu 18 Stunden zurzeit keine Seltenheit. Denn bis zum ersten Anpfiff muss alles fertig sein. Durch den enormen Zeitdruck steigen die Unfall- und Todesrisiken.

Neun Arbeiter sind bereits ums Leben gekommen. Der vorerst letzte tödliche Unfall ereignete sich auf der Baustelle des Corinthians-Stadions in São Paulo, wo das Eröffnungsspiel stattfinden wird. Dort stürzte am 29. März der 23-jährige Fábio Hamilton da Cruz von einem Gerüst aus acht Metern in die Tiefe. Die Justizbehörden setzten die Bauarbeiten zunächst teilweise aus und verlangten von der verantwortlichen Firma einen Nachweis, da...


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