Russe werden ist nicht schwer

Präsident unterzeichnete Gesetz über deutlich vereinfachte Einbürgerung / Angebot mit Blick auf die Ostukraine

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Mit seinem Einbürgerungsgesetz, so Kritiker, erweitert Moskau seine Möglichkeiten zur Unterstützung russischsprachiger Ukrainer.

Deutlich vereinfachte Regeln für die Einbürgerung von »Trägern russischer Sprache und Kultur« sieht ein Gesetz vor, das die Duma letzte Woche im Schnelldurchgang durchwinkte und das Präsident Wladimir Putin am Montag unterzeichnete. Davon sollen, wie es in den Durchführungsbestimmungen heißt, nicht nur Bürger der einstigen Sowjetrepubliken profitieren, sondern auch Nachkommen derer, die auf dem Gebiet des vorrevolutionären Russischen Reiches wohnhaft waren. Vorausgesetzt, Geburtsort oder Wohnsitz liegen auf dem Gebiet der heutigen Russischen Föderation.

Um als Sprachträger - also Muttersprachler - anerkannt zu werden, müssen Ausländer und Staatenlose sich von einer Kommission begutachten lassen. Dabei müssen sie nicht nur nachweisen, dass sie Russisch fließend in Wort und Schrift beherrschen. Es geht auch darum, dass sie ihre Muttersprache »zu Hause sowie in ihrer Kultursphäre ständig geb...


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