Der Richtige, der muss es sein

Christian Thielemann und die Sächsische Staatskapelle Dresden glänzten in Salzburg mit Richard Strauss’ »Arabella«

  • Roberto Becker
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Sage keiner, es gäbe szenisch keine Chance gegen den Operetten-Schmalz, mit dem Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss versucht haben, ihren gemeinsamen Dresdner »Rosenkavalier«-Erfolg von 1911 mit der »Arabella« noch einmal aufzuwärmen. In München etwa bewegten sich die »zweifelhaften Existenzen, die halt so mitlaufen«, wie Arabella es nennt, vor einigen Jahren auf einem metaphorischen Schuldenberg.

Seltsamerweise hat Regisseurin Florentine Klepper bei ihrer mit der Semperoper koproduzierten »Arabella« in Salzburg jeden Ehrgeiz fahren lassen. Dabei hat sie ihr Talent als Regisseurin in Dresden gerade mit einem »Fliegenden Holländer« überzeugend bewiesen. Die von Martina Segna (Bühne) nebeneinander platzierten, hübsch eingerahmten großen Hotelräume aus der Zeit um die vorige Jahrhundertwende, in denen Arabella und ihre Familie jetzt logieren, sind höchstens leicht renovierungsbedürftig, taugen aber kaum als Metapher einer U...


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