US-»Anzahlung für Demokratie« in der Ukraine

Russland will Sanktionen als Vertragsbruch ahnden / OSZE setzt auf Genfer Vereinbarung

  • Von Klaus Joachim Herrmann
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Großmächte USA und Russland setzten in der Krise um die Ukraine am Dienstag vorzugsweise auf Signale.

US-Vizepräsident Joe Biden fand in Kiew starke Worte. Angesichts »erniedrigender Drohungen« stehe Washington an der Seite der Ukraine, versicherte er. Das Weiße Haus meldete 50 Millionen Dollar (36,2 Millionen Euro) als »Anzahlung« in die demokratische Entwicklung des Landes an. Zeitgleich lief ein Minenräumverband der NATO von Kiel in Richtung Baltikum aus.

Zuvor hatte das Außenministerium in Washington Fotos als angebliche Beweise dafür präsentiert, dass einige bewaffnete Kämpfer in der Ostukraine russische Militärs oder Geheimdienstler seien. Moskau dementierte einen solchen Einsatz. In einem Telefonat hatte US-Außenminister John Kerry von seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow »konkrete Schritte« für eine Entspannung in der Ostukraine verlangt. Lawrow konterte, die USA sollten vielmehr die »Hitzköpfe« in Kiew davon abhalten, einen »blutigen Konflikt zu provozieren«.

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