Urnengang in »Lucky’s Haus«

An einem bundesweiten Aktionstag sollte das Interesse bei Jugendliche für Wahlen geweckt werden

  • Anja Krüger, Köln
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Bei Wahl sind unter 18-Jährige oft nur Zuschauer. Durch fiktive Abstimmungen soll vermieden werden, dass sie später nicht dauerhaft den Urnen fernbleiben.

Deniz und Manuel haben Lust zu wählen. Gerade hat Sozialpädagoge Ralf Krep sie gefragt, ob sie an den Wahlen am 25. Mai teilnehmen wollen. Die beiden 14-Jährigen wollen. Gemeinsam mit Krep und der Sozialarbeiterin Anna Rochel gehen sie in den Kunstraum des Jugendzentrums und nehmen an dem großen Tisch in der Mitte Platz. Rochel notiert die Namen der beiden, ihr Kollege händigt ihnen den Wahlzettel aus. Es soll nach Möglichkeit alles so sein wie bei einem richtigen Urnengang.

Das Wahllokal in »Lucky‘s Haus« ist Teil des Aktionstags »U 18Wahl« am Freitag, bei dem unter 18-Jährige aufgerufen waren, ihre Stimme zur Europawahl am 25. Mai abzugeben - bei der sie aus Altersgründen nicht mitwählen dürfen. In 400 Wahllokalen bundesweit konnten Kinder und Jugendliche ein Kreuzchen auf einem nachgemachten Stimmzettel machen. Die Initiatoren möchten ihnen die Möglichkeit zur Meinungsäußerung geben. Die bundesweite Koordinierung liegt beim...


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