Von Occupy bis Syntagma

Mario Candeias und Eva Völpel über neue Protestbewegungen

  • Von Florian Schmid
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Als am 15. Mai 2011 in Spanien bei landesweiten Protesten öffentliche Plätze besetzt wurden, konnte niemand ahnen, was für eine enorme Sprengkraft diese neue Bewegung im Zuge transnationaler Krisenproteste weltweit entwickeln würde. Einige Monate später besetzten Occupy-Aktivisten den Zucotti-Park in der Nähe der New Yorker Wall Street, es folgten Platzbesetzungen in über hundert amerikanischen Städten, in Tel Aviv campierten Demonstranten gegen steigende Mieten und in Athen standen wochenlang Zelte auf dem Syntagma-Platz vor dem griechischen Parlament. Mario Candeias und Eva Völpel gehen der viralen Dynamik und Dramaturgie dieser Bewegung nach und stellen die Frage, welche Bedeutung sie hat.

Auch wenn die Plätze heute alle geräumt sind, die daraus entstandenen politischen Bewegungen sind keineswegs verschwunden. In den USA entwickelten sich aus den zahlreichen Occupy-Camps Nachbarschaftsinitiativen, die mit Black und Latino C...


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