Krisenpolitik führt zu mehr Armut und Ausgrenzung

ILO kritisiert Abbau von Sozialleistungen / Arbeitsorganisation: Ein Viertel der Europäer wird soziale Sicherheit vorenthalten

Genf. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat die Kürzungen staatlicher Sozialleistungen im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa scharf kritisiert. Zusammen mit Arbeitslosigkeit, niedrigeren Löhnen und höheren Steuern hätten diese Maßnahmen zu »mehr Armut und sozialer Ausgrenzung« geführt, erklärte die ILO in ihrem am Dienstag im schweizerischen Genf veröffentlichten Weltbericht zur sozialen Sicherung. Davon seien in der EU mittlerweile 123 Millionen Menschen betroffen - 24 Prozent der Bevölkerung. Die Errungenschaften des europäischen Sozialmodells, das in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg die Armut drastisch verringert und den Wohlstand gefördert habe, sei »durch kurzfristige Anpassungsreformen untergraben« worden, kritisieren die ILO-Experten.

In der ersten Krisenphase der Jah...


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