Gebete um Frieden für die Ukraine

Neuer Präsident Poroschenko macht Hoffnung auf Waffenruhe / Gedenken an Todesopfer von Odessa

  • Klaus Joachim Herrmann
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Ukraine hat nun wieder einen gewählten Präsidenten, der Frieden beschwört. Doch die Ankündigungen sind unscharf und die Gegner misstrauisch.

Zu einem Gebet um Frieden und Ruhe für ihr Land fanden sich am Montag auf dem Freiheitsplatz im ostukrainischen Charkow einige Dutzend Einwohner verschiedener Konfessionen zusammen. Ein solches Gebet der Übergangsführung in Kiew war vor gut zwei Wochen nicht erhört worden. Doch nun machte Präsident Petro Poroschenko, der am Samstag vor Gästen aus mehr als 50 Ländern in sein Amt eingeführt wurde, wieder etwas Hoffnung. »Ich will keinen Krieg«, versicherte er.

Einen kleinen Schritt weiter ging er am nächsten Tag. »Wir sollten in dieser Woche das Feuer einstellen«, sagte er nach Angaben der Agentur Interfax am Sonntag in Kiew bei einer Sitzung einer Kontaktgruppe mit Diplomaten für die Umsetzung seines angekündigten Friedensplanes. »Jeder Tag, an dem Menschen sterben, jeder Tag, an dem die Ukraine solch einen hohen Preis bezahlt, ist unannehmbar«, sagte er.

Vor allem Russland fordert seit...


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