Das Explosive wird ignoriert

Der lang erwartete Bericht der Steiner-Kommission für den organisierten Sport in Deutschland ist nicht der große Wurf im Kampf gegen Doping

  • Von Oliver Händler
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Die Steiner-Kommission gibt dem DOSB Tipps zur Dopingbekämpfung. Sie bleibt allerdings vage und klopft sich selbst auf die Schulter.

Fast ein Jahr lang hat es gedauert. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte im August 2013 eine unabhängige Kommission unter dem ehemaligen Richter am Bundesverfassungsgericht Prof. Udo Steiner eingesetzt. Die sollte Empfehlungen erarbeiten, welche Schlussfolgerungen aus der aufsehenerregenden Studie »Doping in Deutschland von 1950 bis heute« zu ziehen seien. Am Mittwoch veröffentlichte der DOSB nun den Abschlussbericht der Steiner-Kommission. 74 Seiten sind es geworden. Der Erkenntnisgewinn bleibt gering, dafür durften sich einige Kommissionsmitglieder selbst auf die Schultern klopfen.

Fünf Sitzungen reichten dem Gremium aus, um eine Bestandsaufnahme anzufertigen. Nicht etwa von dem, was die Forscher der Berliner Humboldt-Universität an Explosivem ausgegraben hatten, sondern von der Zeit nach 1990, die nicht mehr untersucht worden war. Dies sei notwendig, um zu zeigen, wie positiv sich der Kampf gegen Doping seitdem en...


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