Plastikmüll im Tank

Eine Schweizer Firma will Kunststoffabfälle in Treibstoff verwandeln und so natürliche Ressourcen schonen.

  • Frank Odenthal
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Ein Leben ohne Plastik ist heutzutage kaum noch vorstellbar. Ob als Verpackung oder Tragetasche, als Autobauteil oder im Haushalt - überall sind Kunststoffe zu finden. Früher oder später landen sie im Müll. Zwar gibt es Verfahren, um bestimmte Kunststoffe erneut zu nutzen, doch nicht alle Sorten sind dafür geeignet. Viel wäre gewonnen, wenn es gelänge, diesen Rest-Plastikmüll wieder in Öl zu verwandeln, um die natürlichen Ressourcen zu schonen.

Genau das tut Gerold Weser mit seinem »Plastoil«-Verfahren. In Sihlbrugg im beschaulichen Schweizer Voralpenland hat der gebürtige Heidelberger eine Demonstrationsanlage errichtet, die im kleinen Maßstab zeigt, wie die Rückverwandlung gelingen könnte. Neu ist die Idee der Rückgewinnung der Ausgangsstoffe nicht. Nur kam bisher in den meisten Fällen am Ende Schweröl heraus - das schon als Abfallprodukt der petrochemischen Industrie allenfalls von Schiffsmotoren verbrannt wird. Bei Wesers ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.