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  • Von Ramona Seeger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Praktikumsvermittlungsagenturen verlangen für ihren Service eine saftige Gebühr. Doch sie sind nur die Spitze der ausbeuterischen Welt des Praktikums.

»Denken Sie an die rechtzeitige Anmeldung Ihres Pflichtpraktikums!«, warnt mich die Info-Mail des Bremer Prüfungsamts. Mist, denke ich, das hatte ich völlig vergessen. Dabei wollte ich die vorlesungsfreie Zeit nutzen, um in den Urlaub zu fahren. Vielleicht finde ich im Internet einen Praktikumsplatz.

Ich klappe den Laptop auf und suche nach ersten Infos. Nach kurzer Zeit stoße ich auf sogenannte Praktikumsvermittlungsagenturen. Die garantieren mir zertifizierte Praktika im Ausland bei schnellster Vermittlung. Die Auswahl ist riesig.

Praktikumsvermittlung.de bietet neben Freiwilligenarbeit auch andere sogenannte Programme wie Work & Travel und Auslandspraktika an. Ich entscheide mich für ein achtwöchiges Praktikum in Lissabon, ohne Unterkunft und Sprachkurs und drücke »jetzt berechnen«. Dann trifft mich der Schlag: 990 Euro soll das kosten, darin enthalten sind eine Einschreibegebühr für das »Programm« und der Organis...


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