Ein Zurück zum Vorkriegsstand ist undenkbar

Palästinensische Bevölkerung will keine falschen Kompromisse mehr akzeptieren / Neue Einberufungen in Israel

  • Von Oliver Eberhardt, Tel Aviv
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Israels Militär hat erneut Reservisten einberufen; der Krieg wird wohl weitergehen. Auf der palästinensischen Seite bemühen sich derweil Fatah und Hamas um eine gemeinsame Linie.

Immer wieder versammeln sich auf der Straße vor dem Büro des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas in Ramallah Menschen, um gegen den Krieg in Gaza zu protestieren. Und wenn sie das tun, dann richtet sich die Wut auch gegen die Regierung, die nach Ansicht vieler Palästinenser zu Israel-freundlich ist.

Gerade einmal zwei Monate ist es her, seit die Fatah-Fraktion von Abbas und die Hamas eine Einheitsregierung gebildet haben: Die Hamas akzeptierte Abbas im Amt des Präsidenten und darüber hinaus auch ein Kabinett, in dem die im Gaza-Streifen regierende Organisation nicht direkt vertreten ist. Doch heute ist es so: Wenn sich irgendwo auf der Welt Diplomaten oder Politiker treffen, um über den Krieg im Gaza-Streifen zu sprechen, dann sitzt Abbas nicht mit am Tisch. Und als vor einigen Tagen Jasser Abed Rabbo, ein führender Funktionär der Fatah, bekanntgab, man habe gemeinsam mit Hamas eine humanitäre Waffenruhe beschlossen, sa...


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