Bezahlbare Wohnungen Mangelware

Gesobau plant nur vier von 100 Wohnungen für Empfänger von Arbeitslosengeld II

  • Von Bernd Kammer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften sollen bezahlbare Wohnungen für alle Bevölkerungsschichten bauen. Das klappt bisher nicht so richtig.

Erst seit etwa einem Jahr engagieren sich die sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften wieder im Wohnungsneubau. Der Senat hat mit ihnen ein »Bündnis für bezahlbare Mieten« abgeschlossen und verspricht sich von der Bauoffensive eine mietpreisdämpfende Wirkung auf dem Wohnungsmarkt. Doch es zeichnet sich ab, dass Geringverdiener in diesen Quartieren kaum eine Chance haben werden.

Beim ersten Neubauprojekt der Gesobau, den »Pankower Gärten« in Niederschönhausen, für das Mitte Juni Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) den ersten Spatenstich ausführte, sind von den geplanten 100 Wohnungen nur vier auch für Empfänger von Arbeitslosengeld II geeignet. Das geht aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf die parlamentarische Anfrage des Grünen-Abgeordneten Andreas Otto hervor. »Das Senats-Gerede von der Stadt für alle hält dem Praxistest nicht stand«, empört sich Otto, der auch Vorsitzender des Bauau...


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