Große Oper

Benito Wogatzkis stürmischer Roman »Fleur«

  • Von Werner Liersch
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Am Ende dieses turbulenten Romans spielt sich ab, was die ganze Zeit gegeben wird: Große Oper. Doch diesmal ist es »richtige« Oper mit Orchester, Gesang, Bühnenbildern. Der Schauplatz ein tatsächliches Opernhaus in Brüssel, und auf dem Spielplan steht Große Oper ohnegleichen: Aubers »Stumme von Portici«. Ihren Inhalt in ein paar Zeilen wiederzugeben, ist so aussichtsvoll, wie dem facettenreichen Geschehen von Wogatzkis Roman nachzusteigen, ohne ihn nachzuerzählen.

Bei Auber geht es im Großen und Ganzen um ein durch seinen Fürsten geschändetes Fischermädchen, enttäuschte wahre Liebe und ein Strafgericht des Volkes an seinen Oberen. Bei Wogatzki geht es um den Liebeshunger eines Berliner Mädchens aus der Gegenwart, Fleur, was und wen sie dabei alles verschlingt, bis am Ende der Liebesfuror sie selber erledigt.

Im Finale des Romans stürmt ein enttäuschter Liebhaber, Arnaud Perignon, in eine Aufführung der »Stummen«, weil er...


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